Persönliche Bemerkungen aus gegebenem Anlass …

Wir haben mit der Initiativgruppe Chorsaal das Ziel gehabt,
den Opfern der leider oft sehr ‘fehlgeleiteten’ Pädagogik von
damals Gerechtigkeit und Achtung widerfahren zu lassen.
Wir haben nie behauptet, dass alle Windsbacher oder alle
Chorler darunter gelitten haben, aber – um ein Beispiel aus
den ‘Behauptungen/Entgegnungen’ zu verwenden – auch
wenn bei einem Tornado die meisten Häuser in der Umge-
bung nicht oder kaum beschädigt worden sind, gibt es doch
meist eine Schneise der Verwüstung. Dort müssen die Hilfe
und das Mitgefühl ansetzen!

So ähnlich ist es doch auch hier: Dass viele unserer Gegner
selbst nicht unter Thamm (oder Höfer) haben leiden müssen,
rechtfertigt doch nicht, denen, die schwer gelitten haben,
heute mit Häme und Verachtung entgegen zu treten.

Thamms Verdienste
Wir haben Thamms Verdienste um den Chor nie in Frage
gestellt, auch nicht die von Herrn Beringer. Im Gegenteil,
wir haben immer die Leistungen hochgeschätzt und dies
auch gesagt oder geschrieben.

Wikipedia
Wir, das heißt Willi Weglehner und ich, haben auch nichts
und niemals irgend etwas mit einem Wikipedia-Artikel über
den Chor zu tun gehabt, ihn gar geschrieben oder verändert.
Ich habe ihn heute (19.12.11, 16:20 Uhr) zum ersten Mal
gesehen! Ähnliches gilt für andere Wikipedia-Artikel zum
Thema. Thamm- oder Beringer-Artikel habe ich bisher über-
haupt noch nie gesehen!

Presse
Es ist uns außerdem unmöglich, die Presse zu "manipulieren",
wie uns immer wieder unterstellt wird. Sie informieren, das
tun wir, wie andere auch, und zwar meist vergeblich, weil die
Vorgänge für Nicht-Windsbacher nicht soo interessant sind.

Wenn allerdings spektakuläre Ereignisse zu berichten sind,
wie damals die Veröffentlichung des Klaus-Kirschner-Briefes
an Hans Thamm, dann recherchiert eine ordentliche Presse
wohl zu Recht, um herauszufinden, was dahinter steckt.

Und dann zeigt sich halt, dass es viele damals traumatisierte
Menschen gibt, die unter den Zuständen gelitten haben –
nicht nur Willi Weglehner!

Die Tafel
Die Zusatztafel trägt dem Anliegen Rechnung, die Verirrun-
gen der damals Verantwortlichen nicht in Vergessenheit
geraten zu lassen, Wiederholungen entgegen zu wirken und
den Belasteten Würdigung zu erweisen.
Wir sind damit zufrieden, solange sich keines der Opfer
meldet und sagt, es reiche ihm nicht. Dies ist bisher nicht
geschehen und wird wohl auch nicht geschehen.

Nur Sachbeschädigung?
Jetzt Aktionen in die Wege zu leiten, die die Tafel abreißen,
vernichten oder beschädigen sollen, zu solchen Handlungen
aufzurufen, das führt nicht nur zu Sachbeschädigung, son-
dern zeugt von einem hohen Maß von Verachtung für Mit-
menschen,
frühere Mitschüler, ehemalige Kameraden, die gelitten
haben, oft noch heute leiden.
Das ist auch eine Beschädigung des Rufes einer verant-
wortungsbewussten heutigen Pädagogik, wirft ein schlechtes
Licht auf das Internat, den Chor und die Schule von heute.
Hatten sich diese doch schließlich ihrer Verantwortung
gestellt und ihr Rechnung getragen.
Und das in Form einer kleinen Tafel an der Wand in einem
Raum.

Einfach etwas Achtung
Anstatt voller Hass, Wut und Häme dagegen zu agitieren,
könnte man doch dieser Tafel und dem, was dahinter steht,
einfach mit etwas Achtung begegnen, besonders dann,
wenn man selbst nicht hat leiden müssen.

19.12.2011
Carlo Jahn

Nachtrag vom 20.12.11:
Dass die AZ heute darüber berichten würde,
wusste ich auch nicht!
CJ

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Letzte Änderung:
Dienstag, 17. Januar 2012
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